Die 800 Jahre alte Burg Stolpen hat schon oft ihren Eigentümer gewechselt, und nicht immer ging es dabei friedlich zu – Preußen, Kroaten, Hussiten, Franzosen und Schweden versuchten eine feindliche Übernahme. Letztlich ohne Erfolg. Doch sie alle hinterließen Spuren, die zum Teil heute noch sichtbar sind. Um wehrhaft zu sein, bauten die jeweiligen Burgherren immer neue Bestandteile in die alte Anlage: Tiefe Zisternen, Kasematten, Kornhaus, Marstall, Wasserkunst, Zwinger und Turme. Der Burghof mit seinen Schiesscharten und Kanonen erinnert an die Verteidigungsfunktion der Burg. Stolpens Turme sind weithin im Land sichtbar, so der Schlösserturm, Wohnsitz des amtlichen Steuereintreibers, und der Johannisturm, der durch seine langjährige Gefangene, Gräfin Cosel, berühmt wurde. Weltweit einzigartig ist auch der Burgbrunnen im Basaltgestein. Für seine 84 Meter Tiefe Gruben Bergleute aus Berggieshubel 30 Jahre,so hart ist das Gestein. Ein Besuch der Burg ermöglicht eine anschauliche Zeitreise. Neben den regulären Führungen durch die Anlage können die Jugendlichen mehr über das damalige Leben auf der Burg erfahren. So vermittelt beispielsweise die Sonderführung „Bauen im Mittelalter“ Wissenswertes über die Arbeitsbedingungen von Maurern, Zimmerleuten sowie Steinmetzen. Historische Handwerkzeuge aus dem Sammlungsbestand des Museums machen das eben Erlernte greifbar.
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